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Konfession als Einstellungsvoraussetzung bei kirchlicher Einrichtung?

Das AGG verbietet gem. §§ 1, 7 AGG eine Benachteiligungs wegen der Religion oder Weltanschauung. Wird ein Arbeitsplatz unter Verstoß gegen dieses Benachteiligungsverbot ausgeschrieben, stellt dies ein Indiz für eine Diskrimierung dar und kann zu einer Schadensersatzpflicht des Arbeitgebers führen, sofern dem Arbeitgeber kein Rechtfertigungsgrund zur Seite steht. 
Dem BAG lag kürzlich folgender Sachverhalt zur Entscheidung vor: Ein Werk der Evangelischen Kirche Deutschland hatte eine befristete Referentenstelle ausgeschrieben. In der Ausschreibung wurde darauf hingewiesen, dass man die Mitgliedschaft in einer evangelischen oder der ACK angehörenden Kirche und die Identifikation mit dem diakonischen Auftrag voraussetze. Die Bewerber sollten ihre Konfession im Lebenslauf angeben. Eine abgelehnte Bewerberin, die keine Konfession angehört, machte in der Folge Entschädigungsansprüche wegen Diskriminierung geltend. Sie habe die Stelle auf Grund ihrer Konfessionslosigkeit nicht bekommen.
Für…