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Die gerichtliche Nachbestellung von Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat

Das Wahlverfahren für die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat gilt gemeinhin als kompliziert, kostenintensiv und zeitaufwändig. Alleine durch die Bildung der verschiedenen erforderlichen Wahlvorstände werden in erheblichem Maße personelle Kapazitäten gebunden. Doch was passiert zum Beispiel, wenn ein Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat während der Amtszeit ausscheidet. Anders als im Betriebsrat kann hier nicht einfach ein anderer Kandidat nachrücken, der bei einer Personenwahl die nächstmeisten Stimmen hätte oder der bei einer Listenwahl der Liste angehört hat, der der ausgeschiedene Arbeitnehmervertreter angehört hat. Es gilt das sog. "Hucke-Pack-Verfahren". Es kann folglich nur ein Ersatzmitglied nachrücken, wenn dieses bei der Wahl ausdrücklich als Ersatzmitglied für den ausgeschiedenen Arbeitnehmervertreter gewählt worden ist.
Scheidet ein Arbeitnehmervertreter endgültig aus dem Aufsichtsrat aus, kann für den freigewordenen Sitz im Aufsichtsrat eine Neuwahl durchgef…